Gelbe Windröschen, sie strahlen in der Farbe der Sonne

Zu den typischen Frühjahrsblumen zählt das weiße Buschwindröschen, welches im Moment weit verbreitet in den (noch) lichten Laubwäldern zu sehen ist. Wesentlich seltener dagegen finde ich seine "Schwester": das Gelbe Windröschen. Dieses ist aufgrund der gemeinsamen Pflanzenfamilie dem Buschwindröschen sehr ähnlich, hat jedoch gelbe Blüten.
Windröschen finden gute Lebensbedingungen in feuchten, nährstoffreichen lichten Buchen-, Eichen-Buchen- oder Hainbuchenmischwäldern. Wenn die Bäume Blätter treiben, ziehen sich die ersten Frühjahrsblüher bald wieder in die Erde zurück.
Bereits in meiner Kinderheit waren die Windröschen zusammen mit den Schlüsselblumen die wichtigsten Frühjahrsboten für mich. Wir wurden davor gewarnt, dass Buschwindröschen giftig seien. Sie und die Gelben Windröschen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und enthalten das giftige Protoanemonin und Anemonin. Die Giftstoffe wirken schleimhautreizend, führen zu Erbrechen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren und können Atmung und Herz beeinträchtigen.

 

Auf dem Foto oben rechts neben den Windröschen blüht bereits das Scharbockskraut. Diese äußerst Vitamin-C-haltige Pflanze ist in diesem Stadium ebenfalls giftig. Das giftige Alkaloid entwickelt sich, wenn Scharbockskraut zu blühen beginnt. Zuvor ist es mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt ein wichtiger Bestandteil meiner ersten Frühjahrssmoothies.