Die Zeit der Ernte

Überall reifen Früchte, Gemüse, Getreide und Kräuter. Dieses Jahr ist die Natur aufgrund des warmen Wetters viel weiter als in anderen Jahren.

 

Ich schaue mich um und frage mich: Was darf ich in diesem Sommer/Herbst ernten? Sind es Dinge, die ich auch gesät habe?
Damit meine ich: Wie habe ich mich dem Leben und den Menschen gegenüber verhalten, was habe ich getan, gesagt, gedacht? Erkenne ich die Früchte, die sich daraus ergeben haben? Gibt es Anlass zur Freude? Oder ist es an der Zeit, hier und da noch etwas zu verändern, damit die Ernte für mich und die Welt besser ausfällt?

 

Beim Nachspüren wird mir auch bewusst, dass Ursache und Wirkung teilweise nicht eins zu eins erkennbar sind. Manchmal bekomme ich Geschenke, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Ohne, dass ich etwas dafür getan habe (ein Lächeln, Hilfe in der Not, ...). Vielleicht meinte es der Zufall oder das Leben "einfach nur" gut mit mir?

 

Im Gegenzug gibt es auch Situationen, da entfaltete und entwickelte sich nichts, obwohl ich mir sehr viel Mühe gegeben habe zu säen, zu düngen und zu gießen. Es scheint, als ob meine Saat nicht auf fruchtbaren Boden gefallen wäre. Öfter erkenne ich dann im Nachhinein, dass es nicht der richtige Zeitpunkt oder der richtige Ort war. Und .... dass es gut war, so wie es kam.

Wieder einmal wird mir bewusst: Es ist wichtig, dass wir Menschen unser Bestes geben und gleichzeitig dürfen wir auch darauf vertrauten, dass es noch andere Kräfte gibt, die lenkend und unterstützend wirken.

 

Ich wünsche Ihnen eine schöne restliche Sommerzeit mit einer guten Ernte in jeglicher Hinsicht.