Lichtmess, nach keltischem Kalender beginnt der Frühling

Heute, am 2. Februar ist Lichtmess, die Sonne beginnt die dunklen Wintertage zu vertreiben. Lichtmess ist die Mitte der dunklen Jahreshälfte zwischen Wintersonnwende und Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Nach dem keltischen Kalender beginnt jetzt der Frühling.

 

Lichtmess ist das Fest des Neubeginns und der Reinigung. Gereinigt wird im Haus durch den sogenannten Frühjahrsputz und die Frühjahrskur „reinigt“ unseren Körper.


Auch wenn normalerweise Januar und Februar noch richtige Wintermonate sind, am Zwitschern der Vögel erkennt man deutlich, dass sich die Natur verändert. Der Januar 2018 war ein außergewöhnlich warmer Monat. Deswegen treibt die Natur so sehr, wie selten um diese Zeit.

Auf meiner Radtour heute entdeckte ich bereits viele Wildkräuter: Brennnesseln, Löwenzahn, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Vogelmiere, Scharbockskraut und sogar die ersten Huflattichblüten streckten ihre gelben Blüten der Sonne entgegen. Ich konnte bereits eine kleine Hand voll dieser vitaminreichen Kräuter für einen Smoothie sammeln, wie lecker.

 

Ganz häufig am Waldrand habe ich die Blättchen der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) gefunden. Andere Namen sind auch Lauchhederich, Lauchkraut, Knoblauchskraut, Knofelkraut, Hasekehl, Bloderkraut oder wilder Chnobloch. Man erkennt sie an den hufeisen- oder nierenförmigen glänzenden Blättchen mit gut sichtbaren Blattadern. In der späteren Vegetationszeit werden die Blätter noch grob buchtiger gekerbt, im Moment sind sie eher gewellt. Die Knoblauchsrauke gehört zu der Familie der Kreuzblütler und hat zwischen April und Juni kleine weiße Blütchen. Ganz typisch ist der knoblauchartige Geruch beim Zerreiben zwischen den Fingern. Dadurch ist sie sehr gut erkennbar. Ihre Wirkstoffe sind Senfölglykoside und Vitamine (v.a. Vit. Aund C). Man kann sei als Auflagen bei schlecht heilenden Wunden anwenden oder auch bei Erkältungskrankheiten. Sehr lecker schmeckt sie als Gewürz in Quark, Salat oder Suppen. Sie sollten die Knoblauchsrauke nur frisch verwenden und können sie wie Knoblauch einsetzen.

 

Ganz auffallend sind jetzt auch die Haselnusssträucher (Corylus avellana) an Hecken, Gebüschen, Laubwäldern oder Bachläufen. Sie gehören wie die Hainbuche zu den Haselgewächsen. Auf meinem Foto sieht man gut ausgeprägt die männlichen Blüten, die weiblichen sind sehr unscheinbar, oft mehrere zusammen, knospenförmig mit roten Narben. Auch diese kann man auf dem oben Foto erkennen.

 

Der Hasel werden allerlei magische und medizinische Kräfte zugesprochen. Wünschelrutengänger arbeiten bis heute mit Haselruten. Die Ausschlag gebende Kraft kennt die Wissenschaft noch nicht. Blätter- und Rindenextra der Hasel werden in der Volksheilkunde gegen Krampfadern und Venenentzündungen verwendet und sollen beruhigend wirken. Die Nüsse im Herbst gut gekaut, helfen bei Sodbrennen, indem sie überschüssige Magensäure binden. Außerdem belegten Studien, dass verschiedene Nüsse, auch Haselnüsse, den LDL-Cholesterinwert senken.